Mit dem Verbund Ökohöfe Bio-Produkte aus dem grünen Osten beziehen

Der Verbund Ökohöfe ist ein noch junger, dynamischer Bio-Anbauverband mit Sitz in Sachsen-Anhalt. Zeitgleich bildet dieser Verbund den größten Anbauverband dieses Bundeslandes, sowohl in der Anzahl der Mitglieder als auch in der landwirtschaftlich bearbeiteten Fläche.

Hauptsächlich erstrecken sich die Aktivitäten des Verbunds Ökohöfe e. V. auf die neuen Bundesländer, speziell auf Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Aufgrund der national anerkannten biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise dieses Anbauverbands treten mittlerweile häufiger auch Bio-Landwirte und Verarbeiter aus dem Westen Deutschlands in den Verein ein.

Im Zusammenhang mit dem Verbund Ökohöfe fällt meist auch der Name Ökohöfe Nordost. Diese beiden Vereine gehören jedoch nur im Rahmen einer engen Kooperation zusammen. Die Ökohöfe Nordost sind hauptsächlich in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin tätig und formatierten sich im Jahre 2009 als eigenständiger Verband aus der GÄA-Vereinigung. Die Kooperation des Verbunds Ökohöfe und der Ökohöfe Nordost erstreckt sich hauptsächlich auf gemeinsame Richtlinien und Zertifizierungen. Beide Verbände wurden neben der Bio-Zertifizierung auch durch Bio Suisse anerkannt und erfüllen somit deutlich weiter gefasste Richtlinien als andere Bio-Anbauverbände.

Richtlinien für die ökologische Landwirtschaft

Der Verbund Ökohöfe e. V. und auch die Ökohöfe Nordost sind in verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft tätig. Dazu gehören neben der Viehhaltung vor allem die Teichwirtschaft, die Pilzzucht und die Imkerei, wobei speziell die Imkerei das Flaggschiff des Verbunds darstellt. Zur Sicherung der Honigqualität stellten die Ökohöfe daher gezielte Forderungen auf, an denen sich Imker bundesweit orientieren. Die Grundforderung ist hierbei das Sofortverbot für alle Pestizide und Herbizide, die nachweislich für ein massenhaftes Bienensterben im Jahr 2008 verantwortlich waren.

Weiterhin kämpft der Verbund Ökohöfe an vorderster Front gegen politische Schranken, die den Bio-Landbau auch heute noch davon abhalten, wirtschaftlich ausreichend rentabel für Erzeuger, Verarbeiter und Verbraucher zu sein. Nichts desto trotz wirtschaften die Ökohöfe nach ihren internen Richtlinien, die vor allem den Verzicht von Gentechnik und synthetischen Düngemitteln vorsehen, und erhöhen damit den Stellenwert des Natur- und Tierschutzes.

Warum Bio nicht gleich Ökohof ist

Die allgemeinen Anforderungen der EG-Öko-Verordnung versichern dem Kunden Lebensmittel und andere Produkte aus ökologischer Herstellung. Dennoch heben sich die Produkte des Verbunds Ökohöfe nochmals deutlich ab. Über den ökologischen Mindeststandard der europäischen Bio-Verordnung hinaus distanziert sich der Verbund von tierquälerischen Maßnahmen wie der Enthornung von Kühen.

Zudem wird von Ökohof-Betrieben von einer Hybridisierung unterschiedlicher Pflanzen abgesehen, Ziel ist die Förderung der natürlichen, einheimischen Vielfalt. Überdies sind kupferhaltige Fungizide verboten, Gärtnereien haben große Mindestabstände zu stark befahrenen Straßen einzuhalten und formaldehydhaltige Desinfektionen sind untersagt.

Für den Endverbraucher bedeutet das eine noch schadstoffärmere Produktpalette, bestehend aus Honig, Weinen, Kleidung, Fleisch- und Fischprodukten, Milchprodukten und Backwaren.

Naturoasen im Nordosten

Der Verbund Ökohöfe Nordost ist einer der wenigen Anbauverbände, dem es gelang, Mensch, Tier und Natur in absolut natürliche Harmonie zu bringen. Im Nordosten Deutschlands, in den Gebieten mit unberührter Landschaft und dünner Besiedelung, entstanden Agrokulturen mit natürlichen Wachstumsphasen, die zu den sogenannten gentechnikfreien Zonen gehören.

Anders als bei anderen Betrieben, wo die kleine Gentechnik erst nach der Umstellungsphase langsam abgebaut wird, sind diese Gebiete von vornherein grüne Oasen. Ziel der Ökohöfe ist die Ausbreitung dieser Gebiete im gesamten Bundesgebiet.

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