Naturland – Gutes von Biohöfen

Der Bio-Verband Naturland ist ein weltweit agierender Zusammenschluss aus Biobauern und Herstellern. Neben seiner internationalen Tätigkeit gilt der Naturland e. V. auch hierzulande als einer der größten Bio-Verbände, schließlich arbeiten über 50.000 Biobauern tagtäglich aus Überzeugung nach den Naturland-Richtlinien. Nach hohen Standards, die die Öko-Verordnung noch deutlich übertreffen, entstehen so hochwertige Produkte aus den Bereichen Lebensmittel, Textilien und Kosmetik.

Naturland ist dabei ein demokratischer Bauernverband, der sich für Kunden weltweit etwas ganz Besonderes einfallen ließ, nämlich die „Bio-mit-Gesicht-Kampagne“. Produkte aus dieser Kampagne tragen ein Gütesiegel mit einer Nummer. Über diese Nummer lässt sich online rückverfolgen, von welchem Landwirtschaftsbetrieb das Produkt stammt und wie es vom Rohstoff zum fertigen Lebensmittel wurde.

Die Fair-Zertifizierung

Naturland-Fair ist ein häufig genutzter Name für den Bio-Anbauverein. Zu verdanken hat der Verband diesen Titel der „Fair-Zertifizierung“ im Rahmen der Kampagne „Öko + Fair – ernährt mehr“. Als erstes Mitglied des Forums fairer Handel setzt sich Naturland gemeinsam mit anderen Vereinen für einen fairen und ökologischen Umgang in Wirtschaft und Handel ein. Dazu gehören vor allem Öffentlichkeitsarbeit, Bildungsdienste und politische Arbeit, denn der ökologische Landbau ist viel mehr als nur Landwirtschaft.

Die Fair-Zertifizierung fördert zudem die Wirtschaftlichkeit des ökologischen Landbaus. Ziel sind rentable Erträge für Bio-Bauern, die leider bis heute teilweise nicht von ihren Verkäufen leben können, und zugleich faire Preise für Verbraucher, auch außerhalb der Ober- und Mittelschicht.

Die Fair-Zertifizierung wird nur unter folgenden Prämissen zuerkannt:

  • Gemeinschaftliche Qualitätssicherung
  • Transparenz und Unternehmensstrategie
  • Gesellschaftliches Engagement
  • Faire Erzeugerpreise
  • Regionaler Rohstoffbezug
  • Soziale Verantwortung
  • Verlässliche Handelsbeziehungen

Leitbild und Richtlinien des Bio-Verbandes

Naturland versteht sich seit der Vereinsgründung im Jahre 1982 als Pionier in Sachen moderner und zukunftsorientierter Bio-Landwirtschaft. Dieses Leitbild, nämlich Hand in Hand mit anderen Vereinen und Gremien den Landbau künftig noch nachhaltiger zu gestalten, zieht sich wie ein roter Faden durch die Richtlinien des Bio-Verbandes.

Anders als andere Bio-Verbände befasst sich Naturland nicht ausschließlich mit Erzeugung und Verarbeitung in den Bereichen Viehzucht, Pflanzenbau und Herstellung von Kleidung und Kosmetik. Vielmehr arbeitet der Verein mit Erzeugern und Verarbeitern aus allen erdenklichen Branchen zusammen. Gemeinsam widmet man sich beispielsweise der Imkerei, der Aquakultur, der Fischerei und der Holzverarbeitung.

In erster Linie beziehen sich die Naturland-Richtlinien aber auf die Bodenfruchtbarkeit und Düngung. Anders als bei den konventionellen Bio-Standards, die für den Zukauf und die Verwendung von Düngemitteln kaum konkrete Verbote aussprechen, ist der Zukauf sämtlicher Betriebsmittel beim Bio-Verband streng geregelt.

Außerdem werden Haltebedingungen und Platzangebot für Tiere überwacht und eine Höchstzahl an Tieren pro Hektar Land bei Schweinen auf zehn Tiere und bei Hennen auf 140 Tiere begrenzt. Ähnlich verhält es sich in der Aquakultur, auch hier gibt Naturland einen Maximalbesatz von zehn Kilogramm Lachs oder Forelle pro Kubikmeter Wasser vor. Die Ernährung aller Tiere hat größtenteils über betriebseigenes Futter zu erfolgen.

Einen weiteren Meilenstein setzte Naturland im Pflanzenbau. Anders als bei anderen Vereinen ist hier die Sack- oder Containerkultur grundsätzlich verboten. Das heißt, Pflanzen werden nicht in Töpfen vorgezogen sondern als Aussaat direkt auf den Acker gebracht. Diese Wirtschaftsweise ist bislang beispiellos und garantiert umweltfreundlich.

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