Ecovin als Garant für ökologische Weinkultur

Der Anbauverband Ecovin wurde im Jahre 1985 als ökologischer Weinanbauverband in Rheinland-Pfalz gegründet. Gründungsmitglieder waren einzelne Öko-Weinbauern und Verarbeiter. Im Laufe der vergangenen 27 Jahre hat sich der Verband, dessen Name eine Ableitung des Wortes Ökowein ist, zum weltweit größten Anbauverband für Bio-Wein entwickelt. Heute zählen bereits über 200 Anbaubetriebe zu den Verbandsmitgliedern, gemeinsam werden 1.300 Hektar Rebfläche bewirtschaftet.

Der Bundesverband Ecovin hat seinen Hauptsitz nach wie vor in Oppenheim am Oberrhein. Hier fallen alle wichtigen Entscheidungen rund um den Verband, die Mitglieder, die Aufnahme, die Politik, die Ziele und die Richtlinien, die jedes Mitglied erfüllen muss.

Mit der Gründung des Verbands für ökologische Weinkultur entschied man sich, dem Bio-Weinbau ein Gesicht zu geben. Dies geschah in Form eines Logos, welches gleichzeitig als Gütesiegel für die biologischen Verbandsweine zugelassen wurde.

Richtlinien und Kontrollen des Weinverbands

Wie alle anderen privatisierten Bioverbände auch, unterliegt Ecovin den Anforderungen und Richtlinien der europäischen Öko-Verordnung. Überdies definierte der Verband einige betriebsinterne Richtlinien, die sich nicht nur auf den Anbau von Trauben, sondern auch auf die Herstellung von Säften, Weinen, Weinbränden und Sekt beziehen:

  • Existenzsicherung durch zufriedenstellende Lebens- und Wirtschaftsbedingungen
  • Förderung und Erhalt des fruchtbaren Mutterbodens
  • kein Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen
  • kein Einsatz chemischer, synthetischer Dünger, organischer Fungizide, Insektizide und Herbizide
  • Förderung der einheimischen Artenvielfalt
  • Verringerung der Belastung für Böden und Gewässer
  • geschlossene Produktionskreisläufe

Nach diesen Prinzipien wirtschaften alle Biobauern bei Ecovin im Sinne der Umwelt und der Gesundheit der Verbraucher. Die Vorteile der „grünen Weinwirtschaft“ liegen dabei auf der Hand, denn Öko-Weine sind deutlich bekömmlicher und weitaus weniger belastet als konventionelle Weine.

Im Konkreten heißt das, dass sowohl beim Anbau des Rohmaterials als auch bei der Weiterverarbeitung zum Wein auf chemische Manipulationen durch beispielsweise Wachstumsbeschleuniger, Mittel, die den Gärungsprozess fördern und Streckmittel verzichtet wird.

Auf das Einhalten dieser Richtlinien werden alle Ecovin-Betriebe mindestens einmal im Jahr von einer staatlichen Kontrollstelle überprüft. Nur, wer alle Kriterien ausnahmslos erfüllt, erhält das Gütesiegel des Verbands Ecovin. Das große Interesse am ökologischen Weinbau wird durch die jährlich ansteigende Zahl der Anfragen nach Aufnahme in den Verband bestätigt.

Ecowinner und Demonstrationsbetriebe

Ecovin steht für Linientreue, aber auch Innovation. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2000 der Wettbewerb „Ecowinner“ ins Leben gerufen. Dabei werden einmal jährlich die besten Ökoweine des Landes gekürt, die vorab eine kritische Jury in bis zu 18 Kategorien überzeugen müssen. Ecowinner wird anschließend derjenige Bio-Weinbauer, dessen Wein zum besonders repräsentativen Beispiel des Öko-Weinbaus ernannt wird. Verbraucher erhalten durch diesen Event einen Überblick über die jeweils besten Bio-Weine.

Eine weitere Einkaufshilfe für Verbraucher stellen die bundesweit acht Demonstrationsbetriebe dar. Dabei handelt es sich um Ecovin-Rebflächen, die ihre Pforten für interessierte Besucher öffnen. Weinliebhaber können dort den Öko-Weinbau hautnah miterleben, die jeweilige Betriebspraxis näher kennenlernen und all ihre Fragen rund um den biologischen Weinbau stellen. Einige dieser Betriebe sorgen nebenbei sogar für das leibliche Wohl ihrer Gäste, mit Wein- und Sektverkostungen aus bis zu 300 verschiedenen Sorten. Auf diese Weise möchte Ecovin auch künftig für ein neues Umweltbewusstsein der Weingourmets werben.

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