Biopark – Landwirtschaft und Umweltschutz unter einem Hut

Der Öko-Anbauverband Biopark gehört im wirtschaftlichen Sinne zur jungen Generation. Vor rund 21 Jahren erst wurde dieser Verband von Landwirten und Wissenschaftlern gegründet, die seither Hand in Hand für mehr nachhaltige Landwirtschaft unter besseren ökologischen Gesichtspunkten arbeiten.

Im Laufe der Jahre gesellten sich mehr als 700 Bio-Bauern und zahlreiche Verarbeiter wie Molkereien, Fleischereien, Bäcker, Gastronomen und Großhändler zum Biopark. Gemeinsam engagieren sie sich für unsere Umwelt, aber auch für unsere Gesundheit und für eine ökologische Lebensweise.

Der Bio-Verband setzt dabei grundsätzlich auf Transparenz und spart nicht damit, seinen Prinzipien nach außen zu publizieren. Für den Verbraucher erläutert der Biopark seine Ziele und Vorsätze wie folgt:

1. Bundesweite Bio-Landwirtschaft

In mittlerweile 15 Bundesländern organisieren Biopark-Betriebe eine flächendeckende Öko-Landwirtschaft.

2. Natürlicher Erhalt

Zahlreiche Verbands-Landwirte bewirtschaften Natur- und Landschaftsschutzgebiete.

3. Soziales Engagement

Biopark-Betriebe schaffen regelmäßig neue Arbeitsplätze und fördern den wirtschaftlichen Aufschwung.

4. Nachvollziehbare Herkunft

Transparenz ist das A und O, Ohrmarkennummern verraten den Verbrauchern die Herkunft des Fleisches.

5. Tiergerechte Haltung

Große Weiden, ausreichend Auslauf und gesunde Futtermittel sichern gutes Fleisch und andere tierische Produkte.

6. Kampf der Gentechnik

Biopark macht´s vor und gründet die bundesweit erste gentechnikfreie Region.

7. Gesunde Böden, frisches Wasser

Der wertvolle Mutterboden und das Wasser werden nicht mit Stickstoffen belastet.

Angesichts dieser Ziele und Vorsätze zeigen sich zudem gleich die Unterschiede zu anderen Anbaubetrieben. Selbst Betriebe, die das Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung nutzen dürfen, sind meist deutlich weniger streng reglementiert, denn private Bio-Anbauverbände setzen höhere Prioritäten und erfüllen in aller Regel zusätzliche Auflagen, weit über die der Öko-Verordnung hinaus.

Milch, Kartoffeln, Pilze – Ein Anbauverband für alles

Die Biopark-Betriebe erzeugen nahezu alles, was man für das leibliche Wohl braucht. Auf über 140.000 Hektar Land werden Getreide, Obst, Kartoffeln und Gemüse angebaut, Kühe, Schweine und Geflügel gehalten, Pilze gezüchtet und natürliche Biotope geschaffen und erhalten. Der Biopark ist damit einer der vielseitigsten Anbauverbände des Landes.

Ebenfalls zu diesem Anbauverband gehört Deutschlands größte Sanddorn-Plantage, deren leckere und gesunde Sanddorn-Produkte bis weit über die Landesgrenzen hinaus beliebt sind.

Selbstverständlich arbeiten all diese Anbaubetriebe nach den strengen Biopark-Richtlinen. Auf Grundlage der Öko-Verordnung wurden diese um einige Punkte erweitert. So dürfen beispielsweise Düngemittel nicht stickstoffbelastet sein, fruchtbarer Mutterboden wird ökologisch bearbeitet, Vieh wird mit hauseigenen, biologischen Futtermitteln versorgt und eine Hybridisierung unterschiedlicher Pflanzen wird zugunsten der Förderung einheimischer Pflanzen ausgeschlossen. Der Biopark leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der hiesigen Flora und Fauna.

Der Anbauverband in der Öffentlichkeit

Der Biopark präsentiert sich medienwirksam, er berät seine Mitglieder und Interessierte, leistet wertvolle Öffentlichkeitsarbeit und öffnet seine Pforten auch für Landwirte und Verarbeiter, die bislang keinem Verband angehören. Voraussetzung für die Aufnahme ist jedoch, neben der Erfüllung aller Auflagen, auch die gesamte Umstellung des Betriebs auf ökologischen Anbau, respektive ökologische Weiterverarbeitung.

Auf diese Weise stellt der Verband sicher, dass es innerhalb eines Betriebes nicht zu einer Vermischung konventioneller und ökologischer Produkte kommen kann. Zudem wirtschaften alle Verbandsbetriebe im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit, die mit konventionellen Methoden wenig vereinbar ist. Echte Biopark-Produkte tragen daher ein zusätzliches Erkennungs-Siegel.

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